Ernährung bei Krebs: Lass den Tumor verhungern! - smartESSEN

Ernährung bei Krebs: Lass den Tumor verhungern!

Ernährung bei Krebs – lass den Tumor verhungern!

Krebs ist ein Schicksalsschlag, der jeden treffen kann.
Die Schulmedizin geht die Krankheit vor allem mit Operationen sowie Chemo- und Strahlentherapien an. 
Die alternative Krebstherapie setzt dagegen auf die Heilkraft der Natur.
Mit der richtigen Ernährung bei Krebs lässt sich die Krankheit oft wirkungsvoll bekämpfen.

Alternative Krebstherapie - auf natürliche Weise Krebs bekämpfen

Statistiken besagen, dass jeder Zweite damit rechnen muss, im Laufe seines Lebens an einem bösartigen Tumor zu erkranken. In unserem Alltag ist es daher wichtig, Krebsauslöser zu vermeiden.

Eine gesunde, natürliche Ernährung trägt dazu bei, dass Krebs gar nicht erst entstehen kann. Auch in der alternativen Krebsbehandlung besitzt sie einen hohen Stellenwert. Mit der richtigen Ernährung bei Krebs bekämpfst du die Erkrankung mit natürlichen Mitteln, die den Körper nicht belasten.

Ernährung bei Krebs: Welche Diäten helfen?

Die optimale Ernährung bei Krebs beruht auf Lebensmitteln, die zahlreiche Nähr- und Vitalstoffe enthalten, jedoch dem Tumor seine Lebensgrundlage entziehen. Bei den sogenannten Anti-Krebs-Diäten geht es darum, den Tumor auszuhungern. Die Wirksamkeit einiger Diäten wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Die Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Budwig wird in der alternativen Krebstherapie seit Jahrzehnten angewendet. Eine kohlenhydratarme Ernährung mit viel Fett und Eiweiß stärkt den Körper der Erkrankten. Dem Krebs entzieht sie seine Lieblingsnahrung: Für ihr Wachstum sind Krebszellen auf Zucker angewiesen.

Öl-Eiweiß-Kost nach Dr. Budwig

Im Jahr 1951 entwickelte die Ärztin und Heilpraktikerin Dr. Johanna Budwig eine Diät, deren Grundlagen Öl und Eiweiß waren. In ihrer Forschung zur Wirkung von Fetten in der Nahrung hatte sie festgestellt, dass gesunde Zellen für ihre Atmung ungesättigte Fettsäuren und schwefelhaltige Eiweiße (Proteine) brauchen.

Bei Krebszellen ist die Zellatmung dagegen außer Kraft gesetzt. Sie sind von der normalen Versorgung mit Sauerstoff abgeschnitten. Stattdessen gewinnen sie ihre Energie durch Gärung. Die Budwig-Diät soll bewirken, dass die Krebszellen das Atmen wieder "lernen". Hierdurch verlieren sie ihren aggressiven Charakter und können wieder zu normalen Zellen werden.

Leinöl, Leinsaat, Quark und Hüttenkäse - die Hauptbestandteile der Dr. Budwig Diät - Ernährung bei Krebs

Leinöl, Leinsaat, Quark & Hüttenkäse - Hauptbestandteile der Dr. Budwig Diät

Die wichtigsten Lebensmittel bei der Budwig-Diät sind Quark und Leinöl. Beide werden zu allen Mahlzeiten gegessen.
Obst, rohes oder gedämpftes Gemüse, Leinsaat und andere Samen, Nüsse, Honig, Kokosöl und Getreide sind das zweite Standbein der Diät.
Wichtig ist, dass alle Lebensmittel frisch und naturbelassen sind. 

Verboten sind sämtliche tierischen Produkte mit Ausnahme von Quark und Hüttenkäse, Fertigprodukte, Weißmehl und industriell hergestellter Zucker.

In der alternativen Krebstherapie wird die Budwig-Diät heute weltweit praktiziert. Sie beruht auf einem ganzheitlichen Konzept, zu dem auch körperliche und seelische Entspannung sowie Achtsamkeit gehören. Gesundheitliche Gefahren durch eine Mangel- oder Fehlernährung sind mit der Öl-Eiweiß-Diät nach Dr. Budwig nicht verbunden.

Low Carb und ketogene Ernährung bei Krebs

Low Carb ist eine Ernährung, bei der nur wenige Kohlenhydrate, sondern vor allem Fett und Protein gegessen werden. Um eine ketogene Ernährung handelt es sich dann, wenn Kohlenhydrate weitgehend ausgeschaltet werden. Sie ist also eine Variante von Low Carb.

Die Wirkung einer ketogenen Ernährung bei Krebs beruht darauf, dass Krebszellen Zucker lieben und gierig danach sind. Fett und Eiweiß können sie dagegen nicht verwerten. Die Kohlenhydrate aus der Nahrung wandelt der Körper in Zucker um. Bei Krebs liefern sie daher vor allem dem Tumor Nahrung.

Ketogene Ernährung bei Krebs - Nährwertverteilung

Eine ketogene Ernährung bei Krebs basiert zu etwa 75 Prozent auf Fett. 21 Prozent der täglich nötigen Kalorien werden in Form von Eiweiß aufgenommen. Die erlaubte Menge an Kohlenhydraten ist dagegen strikt begrenzt. Sie dürfen einen Anteil von vier Prozent an der täglichen Nahrungsmenge nicht überschreiten. Durch den Verzicht darauf wird der Tumor ausgehungert. In unserer "normalen" Ernährung spielen Kohlenhydrate eine zentrale Rolle. Jedoch ist der Körper problemlos in der Lage, die benötigte Energie stattdessen aus Fett und Eiweiß zu gewinnen. Auch Schulmediziner betrachten eine ketogene Ernährung bei Krebs als sinnvoll. An der Uniklinik Würzburg gehört ketogene Kost zum Behandlungsplan für Krebspatienten.

Kräuter und Naturheilmittel gegen Krebs

Viele Kräuter gelten als wirksame natürliche Heilmittel gegen Krebs. Ihre Wirkung entfalten sie durch ätherische Öle und sekundäre Pflanzenstoffe, also durch Substanzen, die durch den Stoffwechsel der Pflanze entstehen. An der Uniklinik Heidelberg beschäftigt sich ein Forscherteam seit einigen Jahren mit insgesamt 76 Kräutern, die in der traditionellen chinesischen Medizin zur Behandlung von Krebs verwendet werden. Zu ihnen gehört beispielsweise Salbei, der das Wachstum von Krebszellen selbst dann noch hemmt, wenn andere Therapien versagen. Auch Selen und Extrakte aus der Mistelpflanze sind wichtige natürliche Heilmittel gegen Krebs.

Selen

Selen ist ein essentielles Spurenelement. Essentielle Stoffe sind Substanzen, die für den Körper lebenswichtig sind, die er selbst jedoch nicht bilden kann. Auch bei Selen ist er auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. An Selen reiche Lebensmittel sind zum Beispiel Paranüsse, Eier, Fleisch und Fisch sowie Vollkorn In der Ernährung bei Krebs wird Selen als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen. Seine Wirksamkeit gegen Krebs ist durch wissenschaftliche Studien erwiesen.

Selen ist Bestandteil wichtiger Enzyme, die den menschlichen Körper vor der Wirkung krebserregender Substanzen schützen. Es beeinflusst die Zellteilung. Damit beugt es dem Entstehen von Krebszellen vor und hindert sie an ihrem Wachstum. Wer eine Krebserkrankung überstanden hat, kann durch die Einnahme von Selen das Risiko von Rückfällen vermindern.

Mistel

Die Mistel ist eine Pflanze aus der Familie der Sandelholzgewächse, die auf anderen Bäumen wächst. Als Heilpflanze wurde sie schon in der Antike eingesetzt. In der keltischen und germanischen Mythologie besitzt sie magische Bedeutung.

In der alternativen Krebstherapie ist die Mistel seit über 100 Jahren ein wichtiges Naturheilmittel gegen Krebs. Die ersten Therapien mit Extrakten aus der Mistel wurden durch die anthroposophische Medizin entwickelt. Dieser Zweig der Medizin ist aus der klassischen Schulmedizin hervorgegangen, vertritt jedoch ein Konzept, in dem Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden.

Mistel - Naturheilmittel gegen Krebs - Ernährung bei Krebs

Mistel - Naturheilmittel gegen Krebs

Die Mistel verfügt über mehrere Inhaltsstoffe, die in der Lage sind, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Sie stärken die Immunabwehr und sind in der Lage, bei Tumorzellen den programmierten Zelltod (Apoptose) auszulösen. Außerdem schützen die Wirkstoffe der Mistel gesunde Zellen vor Schäden durch Chemotherapien. Die Extrakte aus der Mistel werden unter die Haut gespritzt. Über ihre Wirksamkeit gegen Krebs besteht zwischen Schulmedizin und Naturheilkunde keine Einigkeit. Die vorhandenen Studien legen nahe, dass Mistel das Krebswachstum verlangsamt und das Befinden der Patienten während einer Chemotherapie verbessert.

Vegetarische und vegane Ernährung bei Krebs

An einer vegetarischen oder veganen Ernährung bei Krebs scheiden sich die Geister. Viele Ärzte gehen davon aus, dass die optimale Ernährung bei Krebs ebenso wie für Gesunde eine vollwertige Mischkost ist, die auf pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln aufbaut. Einer veganen Ernährung stehen sie dagegen skeptisch gegenüber, da der völlige Verzicht auf tierische Produkte zu Mangelzuständen führen kann. Die alternative Medizin nimmt hier eine andere Perspektive ein.

Vegetarische Ernährung bei Krebs

Gegen eine vegetarische Ernährung bei Krebs ist weder aus der Sicht der Schulmedizin noch der Naturheilkunde etwas einzuwenden. Sie besteht aus pflanzlichen Lebensmitteln, aber auch aus Eiern, Milchprodukten und eventuell auch aus Fisch und Meeresfrüchten. Vegetarisch zu essen, beeinflusst den Stoffwechsel positiv. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass der Verzicht auf Fleisch das Risiko für Brustkrebs sowie für Magen- oder Darmkrebs senkt.

Vegane Ernährung bei Krebs

Vegane Ernährung bei Krebs?

Eine vegane Ernährung bei Krebs ist kein Wundermittel, durch den der Tumor automatisch verschwindet. Jedoch zeigen mehrere Studien, dass sie eine Krebstherapie und das Fortschreiten der Erkrankung wirksam unterstützen kann. Eine US-amerikanische Studie aus dem Jahr 2005 wies nach, dass eine vegane Ernährung bei fortgeschrittenem Prostatakrebs effektiv dazu beitrug, das Wachstum der Krebszellen in Schach zu halten. Die Ursache sind pflanzliche Proteine, die anders als tierisches Eiweiß eine krebshemmende Wirkung entfalten. Allerdings sollten Patienten, die sich bei Krebs vegan ernähren möchten, besonders gut auf ihren körperlichen Zustand achten. Wenn ihr Körper nicht genügend Protein erhält, beginnt er, Muskelmasse abzubauen.

Auch um das allgemeine Krebsrisiko zu vermindern, ist eine vegane Ernährung empfehlenswert. Reine Pflanzenkost enthält so gut wie keine Stoffe, die das Entstehen eines Tumors fördern, jedoch zahlreiche Substanzen, die der Bildung von Krebszellen entgegenwirken. Vegane Kost entgiftet und sorgt dafür, dass sich der Stoffwechsel in einer guten Balance befindet. Eine vegane Lebensweise beugt unter anderem Brust- und Darmkrebs vor.

Lebensmittel gegen Krebs - die Geheimwaffen der Natur

Für eine pflanzenbasierte Ernährung bei Krebs spricht auch, dass die Natur uns gegen Krebs zahlreiche wirkungsvolle Waffen in Form pflanzlicher Wirk- und Inhaltsstoffe zur Verfügung stellt. Himbeeren, Knoblauch, Kurkuma, Zimt und Brokkoli belegen auf der Liste der Lebensmittel gegen Krebs vordere Plätze.

Himbeeren

Um die Heilkraft der Himbeere wussten schon die antiken Ärzte. Ihren Früchten und Blättern wurden schmerzlindernde, beruhigende und reinigende Eigenschaften zugeschrieben. Auch heute besetzen Himbeeren in der Naturheilkunde einen prominenten Platz. Ihre Wirkstoffe fördern die Zellgesundheit, verhindern Entzündungen und helfen dabei, den Fettstoffwechsel zu regulieren. Ihnen ist auch zuzuschreiben, dass Krebszellen keine Himbeeren mögen.

Programmierter Zelltod für den Krebs

Verantwortlich für die Wirkung von Himbeeren gegen Krebs ist vor allem die Ellagsäure. Sie wird bei der Verdauung freigesetzt. Ihre chemischen Vorläufer - die Ellagtannine - kommen in Himbeeren und anderen Beerenfrüchten sowie in Granatäpfeln und Walnüssen in größeren Mengen vor.

Krebs mag keine Himbeeren - Ernährung bei Krebs

Krebs mag keine Himbeeren

Ellagsäure kann das Entstehen und die Vermehrung von Krebszellen verhindern. Wissenschaftler nehmen an, dass sie in die Übertragung von Signalen eingreift, die Einfluss auf das Wachstum von Tumoren haben. Anders als gesunde Zellen sterben Krebszellen nicht, sondern vermehren sich unendlich. Die Ellagsäure unterbricht dieses Geschehen und leitet den programmierten Tod der Tumorzellen ein.

Reife Himbeeren wirken besser

Damit Himbeeren ihre volle Wirkung gegen Krebs entfalten können, kommt es auch auf die Sorte und den Reifegrad der Früchte an.

Im Jahr 2010 stellten US-amerikanische Forscher im Rahmen einer Studie fest, dass einige Himbeersorten den Krebs besonders heftig attackieren. Extrakte der Himbeersorte Rubus jamaicensis waren in der Lage, das Wachstum von Darm-, Brust, Lungen- und Magenkrebs zu hemmen. Daran beteiligt waren nicht nur die Ellagsäure, sondern eine Reihe weiterer biologisch wirksamer Stoffe.

Eine weitere Studie wies nach, dass sich die Wirkung von Himbeeren gegen Krebs mit ihrem Reifegrad erhöht.

Knoblauch

In mediterranen Ländern schwören alte Menschen gern darauf, dass sie ihr langes Leben dem häufigen Genuss von Knoblauch zu verdanken haben. Auch für die Krebsforschung sind die Eigenschaften von Knoblauch interessant.

Mit Knoblauch gegen Krebs - Ernährung bei Krebs

Mit Knoblauch gegen Krebs

Seit langem bekannt ist, dass der in frischem, rohem Knoblauch enthaltene Wirkstoff Allicin in der Lage ist, Bakterien, Viren und Pilze abzutöten. Allicin entsteht, wenn eine Knoblauchzehe beschädigt wird. Es verleiht dem Knoblauch seinen typischen Geruch.

Studien belegen, dass Allicin die Fähigkeit besitzt, an Krebszellen anzudocken. Es zerstört ihre Zellstruktur und hemmt die Bildung neuer Tumorzellen.
In der Ernährung bei Krebs ist Knoblauch ausgesprochen wirksam. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, kannst du durch den täglichen Verzehr einer Knoblauchzehe deutlich senken.

Neue Perspektiven für die Krebstherapie durch Allicin

In der Krebstherapie eröffnet die Entdeckung der Wirksamkeit von Allicin gegen Krebs möglicherweise neue Perspektiven. Israelischen Forschern gelang es im Jahr 2003, Allicin an einen bestimmten Antikörper zu binden und gezielt in die Zellen von Lymphdrüsenkrebs einzuschleusen. Möglicherweise ist ihre Forschung eine Grundlage dafür, neue, schonendere Verfahren für die Krebsbehandlung zu entwickeln.

Kurkuma

Kurkuma (Gelbwurz, Tumaric) wird in der chinesischen und indischen Medizin seit Jahrtausenden als natürliche Arznei verwendet. Der wichtigste Wirkstoff der Kurkumapflanze ist das Curcumin. Zu seiner medizinischen Wirkung existieren zahlreiche Studien in verschiedenen Bereichen. Curcumin wirkt auch gegen Krebs. Es ist in der Lage, die Entstehung und das Wachstum von Krebszellen zu verhindern. Hierdurch beugt Kurkuma einer Krebserkrankung und der Bildung von Metastasen vor.

Curcumin greift in die Wirkung von Proteinen ein

Curcumin greift in die Wirkung einer Vielzahl von körpereigenen Substanzen ein. Beispielsweise blockiert es ein Protein, das zu Entzündungsreaktionen und hierdurch auch zu Krebserkrankungen führen kann. In hohen Dosen ist Curcumin ein Heilmittel gegen Krebs, das ähnliche Wirkungen entfaltet wie eine Chemotherapie, den Körper jedoch weitaus weniger belastet.

Kurkuma - gegen Krebs so wirksam wie Chemotherapie - Ernährung bei Krebs

Kurkuma - gegen Krebs so wirksam wie Chemotherapie

Auch in der Ernährung bei Krebs gehört Curcumin zu den Wunderwaffen der Natur. In Indien ist es als Gewürz ein Bestandteil so gut wie jeder Mahlzeit. Studien weisen nach, dass dort zehnmal weniger Menschen als in den USA an Brustkrebs, Dickdarmkrebs, Prostatakrebs und Lungenkrebs erkranken. Schon ein Teelöffel Kurkuma täglich kann das Risiko für eine Krebserkrankung beträchtlich senken.

Zimt

Auch Zimt ist in der Lage, das Entstehen von Krebszellen zu verhindern. Als besonders wirksam gilt das aromatische Gewürz gegen Darmkrebs und Schwarzen Hautkrebs. Der wichtigste Wirkstoff in Zimt ist das Cinnamaldehyd. Extrakte aus Zimt enthalten außerdem Substanzen, die ebenso wie Kurkuma das Wachstum der Blutgefäße von Tumoren hemmen.

Krebs vorbeugen mit Zimt - Ernährung bei Krebs

Krebs vorbeugen mit Zimt

In der Ernährung bei Krebs solltest du nach Möglichkeit Ceylon-Zimt verwenden. Handelsüblich ist heute der sogenannte Cassia-Zimt, der größere Mengen Cumarin enthält. In höheren Dosen kann diese Substanz schädlich wirken.

Verbotene Lebensmittel bei Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist körperlich und seelisch stark belastend. Eine nach herkömmlichen Maßstäben "gesunde" Ernährung steht in dieser Zeit nicht im Vordergrund. Du ernährst dich richtig, wenn du schaffst, trotz der Krankheit und der zehrenden Therapie dein Gewicht zu halten.

Vorsicht ist bei allen rohen Lebensmitteln, Schimmelkäse und anderen Produkten mit Pilzkulturen angeraten. Sie können das ohnehin geschwächte Immunsystem durch Keime zusätzlich belasten. Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen oder Säure werden während einer Chemotherapie häufig schlecht vertragen.

Bioaktive Inhaltsstoffe von Lebensmitteln haben normalerweise keinen Einfluss auf die Wirksamkeit einer Chemotherapie. Wenn du während der Behandlung Nahrungsergänzungsmittel wie Selen, Mistel oder hochdosiertes Curcumin verwenden willst, solltest du deinen Arzt informieren.

Lebensmittel, die eine Chemotherapie unterstützen

Neben Heil- und Gewürzpflanzen entfalten in der Ernährung bei Krebs auch Pflanzenstoffe ihre Wirkung, die sich in völlig alltäglichem Gemüse finden. Brokkoli und Blumenkohl stehen hier an erster Stelle. Bei Patienten mit Prostatakrebs konnte durch den regelmäßigen Verzehr dieser beiden Kohlsorten die Streuung des Tumors um 50 Prozent vermindert werden.

Brokkoli-Inhaltsstoffe durchbrechen Resistenzen gegen Chemotherapie

Die Heidelberger Biologin Ingrid Herr wurde 2012 für ihre Forschungsarbeiten zu Brokkoli und Krebs mit dem Sebastian-Kneipp-Preis ausgezeichnet. In mehreren Studien wies sie nach, dass der Brokkoli-Inhaltsstoff Sulforaphan bestimmte Signalwege in Krebszellen blockiert. Hierdurch stoppt Sulforaphan das Wachstum von Krebszellen und das Entstehen von Metastasen. Ebenso ist es in der Lage, Resistenzen gegen Chemotherapien zu durchbrechen.

Brokkoli stoppt Tumorwachstum - Ernährung bei Krebs

Brokkoli stoppt Tumorwachstum

Inzwischen beschäftigen sich Ingrid Herr und ihr Team nicht nur mit Sulforaphan, sondern auch mit der Wirkung anderer pflanzlicher Substanzen gegen Krebs. Für die Ernährung bei Krebs empfiehlt die Wissenschaftlerin viel Obst und Gemüse, jedoch wenig Fleisch.